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Das Fußball-Highlight des Jahres rückt immer näher, in knapp vier Monaten wird die Fußball EM 2012 in Polen und der Ukraine starten.

Die deutschen Fans fragen sich mit bangem Blick auf die schwere Auslosung, ob es dieses Mal zum Titel reichen wird, oder die schier übermächtigen Spanier einmal mehr die Oberhand behalten werden. Schaut man auf die Wettquoten, dann wird sich die EM zwischen Deutschland und Spanien entscheiden, wobei der Titelverteidiger noch einer Tick besser abschneidet, er führt die Liste der Top-Favoriten an.

Für die DFB-Elf gibt es diesmal keine Schonfrist, sie muss von der ersten Sekunde an ihre volle Leistung bringen, sonst droht in der Hammergruppe B das vorzeitige K.o. Dort warten  mit den Niederlanden und Portugal zwei absolute Größen des Weltfußballs auf ihre Revanche. Vor allem die Portugiesen wollen sich für ihre Niederlagen gegen Deutschland bei der WM 2006 und EM 2008 rächen. Dreimal in Folge am selben Gegner zu scheitern, wäre eine riesige Schmach für Superstar Christiano Ronaldo.

Die deutsch-niederländischen Duelle waren in der Vergangenheit oft hart umkämpfte und sehr ausgeglichene Spiele, zuletzt setzte es aber eine 0:3 Pleite für die Oranjes. Die EM ist da eine willkommene Gelegenheit um dem Erzrivalen ein Bein zu stellen. Außenseiter Dänemark komplettiert die Gruppe B, die Dänen sind der einzige Vorrundengegner, mit dem man als deutscher Fan gut leben kann.

Nüchtern betrachtet gibt es aber keinen Grund zur Besorgnis, die DFB-Elf hat seit der WM 2006 eine fantastische Entwicklung genommen, die glorreichen Siege gegen England und Argentinien bei der WM 2010) waren keine Eintagsfliegen, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit. Bundestrainer Löw hatte nie bessere Spieler zur Verfügung als für die kommende Fussball EM. Mit Manuel Neuer steht einer den besten Keeper im Tor, die es zur Zeit gibt, das offensive Mittelfeld mit Özil, Reus und Götze sprüht vor Kreativität und die Spitze um Goalgetter Gomez und den neuen Lazio-Star Miro Klose, schießt Tore wie am Fließband. Wenn es dieser Elf nicht gelingt den Titel zu holen, wem dann?

Die DFB-Elf wird trotz der ungünstigen Auslosung als heißer Titelanwärter der Wettanbieter zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine fahren. Nach dem zweiten Platz bei der EM 2008 und dem dritten Rang bei der WM 2010, ist die deutsche Mannschaft zweifellos reif für einen internationalen Titel. Die Chancen stehen gut, Jogi Löw hat das Team in den letzten Jahren kontinuierlich weiter verbessert, der Kader verfügt über eine phänomenale Qualität, für jede Position steht eine gleichwertiger Ersatz zur Verfügung.

Insgesamt ist die deutsche Mannschaft noch stärker einzuschätzen, als bei der WM 2010, schon damals war sie den Spaniern ganz dicht auf den Fersen. In Polen und der Ukraine soll es endlich klappen, das Selbstbewusstsein ist nach der tollen EM-Qualifikation mit zehn Siegen aus zehn Spielen, größer als je zuvor. Selbst das Lospech – in der Vorrunde muss Deutschland gegen die Niederlande, Portugal und Dänemark ran – tat der Euphorie keinen Abbruch. Die DFB-Elf will den EM-Titel und muss dementsprechend jedes Team schlagen können. 

Die „Turniermannschaft“ muss dieses Mal aber schon im Auftaktspiel (9. Juni) Vollgas geben. Portugal, der erste Gegner in der Gruppe B,  wird keine Fehler verzeihen,  zumal Ronaldo und Co mit Deutschland noch eine Rechnung offen haben. Der letzte direkte Vergleich fand im Viertelfinale der EM 2008 statt, damals zogen die Portugiesen den Kürzeren.

Ähnlich verhält es sich mit dem zweiten Vorrundengegner, den Niederlanden. Die Oranjes holten sich Ende 2011 eine herbe Länderspielklatsche ab, der deutsche 3:0-Sieg in Hamburg war ein Ausrufezeichen, schließlich wird die Elftal von den meisten Anbietern von Oddset Wetten als aussichtsreicher Kandidat auf den Titel gehandelt. Der Klassiker Deutschland-Holland wird am 13. Juni stattfinden, der Sieger hat beste Chancen das Viertelfinale zu erreichen. Die Dänen sind in der Gruppe B praktisch chancenlos, sie könnten aber das Zünglein an der Waage spielen. Wer gegen Dänemark patzt, wird es sehr schwer haben die K.o-Runde zu erreichen, schließlich kommen nur die beiden besten Teams der Gruppe weiter.

Borussia Dortmund wird als ärgster Verfolger von Tabellenführer Bayern München in die Rückrunde starten. Die Borussen erwischten einen durchwachsenen Saisonstart und erreichten erst ab der Mitte der Hinrunde das Leistungsniveau der letzten Spielzeit. Zeitweise schien es so, als könnten die Bayern der Konkurrenz davon eilen, doch zuletzt ließen sie einige Punkte liegen und hatten sogar Mühe die Herbstmeisterschaft unter Dach und Fach zu bringen. Vor dem Rückrundenauftakt  haben die Bayern nur noch drei Punkte Vorsprung auf den BVB und Schalke, Gladbach liegt mit vier Zählern Rückstand in Lauerstellung.

Bereits am nächsten Spieltag (20.1.) kommt es auf dem Bundesliga Spielplan zum Spitzenspiel zwischen Gladbach und Bayern, eine gute Gelegenheit für die Verfolger Boden gut zu machen. Zwar rechnen die Wettanbieter unisono mit einem Sieg der Bayern in Gladbach, auf den Rekordmeister wartet aber ein hartes Stück Arbeit. Die aufstrebenden Fohlen wollen ihren Siegeszug fortsetzen und den Hinrunden-Sieg gegen die Bayern wiederholen. Im heimischen Borussen-Park ist die Favre-Elf in dieser Saison noch ohne Niederlage, gegen die Münchner hat man sogar die letzten vier Heimspiele nicht mehr verloren. Für die Bayern spricht insbesondere die Rückkehr Schweinsteigers, mit ihm hatte das Team in der Hinrunde eine rekordverdächtige Siegesserie hingelegt.

Borussia Dortmund steht zum Auftakt vor einer leichteren Aufgabe und wird am 22. Januar beim Hamburger SV gastieren. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ist bekanntlich nicht mehr auf europäischer Bühne vertreten und kann sich nunmehr ganz auf das „Unternehmen Titelverteidigung“ konzentrieren. Ein Sieg gegen den HSV ist da eine Pflichtaufgabe. Die Hanseaten rutschten nach einem miserablen Saisonstart in den Tabellenkeller und konnten sich erst unter ihrem neuen Coach Thorsten Fink aus dem Abstiegskampf befreien. Hamburg ist seit neun Pflichtspielen ungeschlagen und steht derzeit auf Platz 13. Der amtierende Meister hat aber spielerisch eindeutig mehr zu bieten und wird nach einhelliger Meinung der Wettanbieter die Serie des HSV beenden.

Kurz vor dem Auftakt zur 60. Vierschanzentournee der Skispringer am heutigen Freitag in Oberstdorf haben die deutschen Hoffnungen einen herben Dämpfer erlitten. Weder Severin Freund noch Shooting-Star Richard Freitag, konnten in der gestrigen Qualifikation ihrem Favoritenstatus gerecht werden. Bei schwierigen äußeren Bedingungen erwischten die beiden Top-Springer des DSV auch noch eine besonders schlechte Phase mit geringem Auftrieb.

Severin Freund landete bereits nach 117,5 Metern, was in der Endabrechnung nur zu Platz 27 reichte. Richard Freitag erging es noch schlechter, er musste sich nach nur 109,5 Metern mit Rang 42 zufrieden geben und wird im heutigen K.o.-Springen auf den starken Wolfgang Loitzl treffen.  Der Jungstar wollte seine miserable Leistung aber nicht auf die äußeren Bedingungen schieben und gestand eigene technische Fehler ein. Bundestrainer Schuster verwies auf den starken Rückenwind beim Sprung seines Schützlings und wollte die Leistung nicht überbewerten. Mit Thomas Morgenstern wurde ein weiterer Spitzenspringer „vom Winde verweht“, der Mitfavorit auf den Tourneesieg stürzte auf Platz 41 ab.

Ausgerechnet Routinier Martin Schmitt, den viele schon abgeschrieben hatten, erwies sich gestern als bester deutscher Springer. Der 33-jährige zog seinen Sprung auf gute 125,5 Metern und schloss die Qualifikation als Dreizehnter ab. Schmitt wird heute bereits zum 16. Mal bei der Vierschanzentournee antreten, kein anderer Springer bringt mehr Erfahrung mit. Es scheint durchaus möglich, dass der Oldie im DSV-Team, nochmal in die Weltspitze vorstößt. Insgesamt haben sich acht DSV-Adler für Oberstdorf qualifiziert. Neben dem deutschen Spitzentrio schafften auch noch Maiximilian Mechler, Andreas Wank, Stephan Hocke, Markus Eisenbichler und David Winkler den Sprung in den Wettbewerb.

Für die Top-Leistung in der Qualifikation sorgte der Spitzenreiter im Weltcup, Andreas Kofler. Der österreichische Titelfavorit segelte auf die Bestweite von 142 Meter und verfehlte den Rekord auf der Schattenbergschanze nur um Haaresbreite. Dahinter belegte ein überraschend starkes norwegisches Quartett aus Anders Bardal, Tom Hilde, Rune Velta und Vegard Sklett, die Plätze zwei bis fünf.

Der amtierende Europameister Spanien und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft werden als Top-Favoriten für die EM 2012 in Polen und der Ukraine gehandelt. Die Auslosung bescherte der DFB-Elf allerdings eine ungleich schwerere Vorrundengruppe als den Spaniern. Die DFB-Elf musste aufgrund des schlechteren UEFA-Koeffizienten den Niederländern den Gruppenkopf überlassen und wurde prompt einer absoluten Hammergruppe zugelost.

Jogis Jungs müssen bereits in der Vorrunde gegen die Niederlande, Portugal und Dänemark ran. Gleich im Auftaktspiel kommt es zum Duell mit den starken Portugiesen um Superstar Christiano Ronaldo, die noch eine Rechnung mit der DFB-Elf offen haben. Zuletzt waren sie im Viertelfinale der EM 2008 an Deutschland gescheitert.

 Nicht weniger Brisanz verspricht die zweite Vorrundenpartie gegen die Niederlande. Der Dauerrivale möchte sich für die bittere 0:3-Niederlage in Hamburg revanchieren und nur zu gerne dem ungeliebten Nachbarn ein Bein stellen. Die Dänen gelten als schwächstes Team der Gruppe, wer hier Punkte liegen lässt, wird es ganz schwer haben, sich fürs Viertelfinale zu qualifizieren.

Die Spanier erwischten eine vergleichsweise leichte Auslosung und werden sich in der Gruppe C mit Italien, Irland und Kroatien duellieren. Alles andere als ein klarer Gruppensieg der Iberer wäre eine faustdicke Überraschung bei der Europameisterschaft. Kroatien und Irland spielten keine sonderlich überzeugende EM-Qualifikation und konnten erst in den Play-off ihr Ticket lösen. Lediglich die Italiener könnten dem amtierenden Weltmeister Probleme bereiten, sie werden gleich im ersten Spiel auf die Spanier treffen.

Die Wege der beiden Top-Favoriten Spanien und Deutschland können sich frühestens im Halbfinale kreuzen. Sollte die DFB-Elf die Vorrunde überstehen, könnte sie im Viertelfinale mit einem „leichten“ Gegner aus der Gruppe A rechnen. Den Spaniern droht bereits im Viertelfinale eine Begegnung mit Frankreich oder England.

Der FC Schake 04 kann bereits am 5. Spieltag der Euro-League vorzeitig das Ticket für die K.o-Runde lösen. Voraussetzung ist ein Sieg am Donnerstag im Heimspiel gegen Steaua Bukarest. Vor dieser wichtigen Partie zeigt sich in der Gruppe J folgendes Bild. Die Knappen führen die Tabelle mit acht Punkten aus vier Spielen, vor Maccabi Haifa mit sechs Zählern, an. Es folgen Bukarest mit fünf und Larnaca mit zwei Punkten, auf den Plätzen drei und vier.

Mit einem Sieg gegen die Rumänen könnte Schalke die Tabellenführung ausbauen und hätte vor dem abschließenden Spieltag zumindest den zweiten Platz sicher. Selbst ein Unentschieden würde zum Weiterkommen reichen. Soweit ist es aber noch nicht, zunächst gilt es Bukarest in der Veltins Arena zu bezwingen, die Rumänen sind nach Einschätzung der Sportwetten Anbieter zwar nicht mehr die Spitzenmannschaft wie zu alten Champions-League-Zeiten, können aber an guten Tagen durchaus mit den Knappen mithalten, wie das 0:0 aus dem Hinspiel beweist.

Zuletzt hat sich Schalke in der Euro-League nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert und den ersten Matchball im Heimspiel gegen den zypriotischen Außenseiter AEK Larnaca leichtfertig vergeben. Das torlose Remis gehörte zu den schwächsten Leistungen unter Huub Stevens, der die Schalker in der Liga wieder voll auf Kurs gebracht hat. Die Niederlage gegen den BVB am vergangenen Samstag ist bereits abgehakt, der Fokus gilt jetzt der Euro-League. Dort möchten die Knappen nur zu gerne an die alten Eurofighter-Zeiten unter Stevens anknüpfen und Fußball-Europa aufmischen.

Zumindest der Einzug in die K.o-Runde sollte kein Problem darstellen, die Rumänen sind aufgrund der Tabellensituation gezwungen, offensiv zu agieren. Dementsprechend werden die Schalker Sturmspitzen die nötigen Freiräume finden, um zum Abschluss zu kommen. Vieles spricht bei den Fußballwetten dafür, dass die Knappen bereits am Donnerstag alles klar machen und in der Euro-League überwintern werden.

Die EM-Qualifikation ist vorbei und das Ticket in der Tasche – jetzt geht es für Jogi Löw darum seine Formation für die  Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine zu finden. Das kommende Länderspiel gegen die Ukraine bietet in der kurzen Fußball Bundesliga Pause eine willkommene Gelegenheit, die ein oder andere taktische und personelle Variante auszutesten. Im Vorfeld der Begegnung sickerte durch, dass Löw zum ersten Mal mit Mesut Özil und Mario Götze beginnen wird. Viele Fans erwarten sich ein kreatives Feuerwerk von dem Traum-Duo. Man darf gespannt sein, ob sie gemeinsam wirklich besser sind als allein.

Kapitän Philipp Lahm und Stammtorwart Manuel Neuer vom Bundesliga Spitzenreiter FC Bayern München erhielten vom Bundestrainer eine Länderspielpause, auf ihren Positionen werden andere Spieler die Gelegenheit erhalten sich zu beweisen. Für Lahm wird noch ein „Back-up“ für die EM gesucht, die Entscheidung dürfte hier zwischen Dennis Aogo und Marcel Schmelzer fallen, die beide im Kader gegen die Ukraine stehen.

Die Entscheidung über den dritten Torwart ist ebenfalls noch offen, hier wird Ron Robert Ziegler am Freitag die Gelegenheit erhalten erstmals in Nationaltrikot zu schlüpfen. Insgesamt steht das Spiel gegen den EM-Gastgeber ganz im Zeichen des Experimentierens, ein Schützenfest sollte man also eher nicht erwarten. Die Ukrainer nehmen die Partie deutlich ernster, das Kräftemessen mit dem dreimaligen Weltmeister ist für sie das sportliche Highlight des Jahres und eine wichtige Standortbestimmung vor der EM 2012.

Als gesetzter Gastgeber, blieb der Ukraine der Gang durch die Qualifikation erspart, stattdessen bestritt die Mannschaft von Oleg Blochin einige Länderspiele – mit mäßigem sportlichen Erfolg. Gegen starke Gegner wie Italien,Frankreich, Tschechien oder Uruguay gingen Schewtschenko, Timoschtschuk und Co als Verlierer vom Platz, lediglich gegen die schwächeren Teams aus Usbekistan, Estland und Bulgarien, wurden Siege eingefahren.

Wenn am Mittwoch in Leverkusen der Gruppenzweite der Gruppe E in der Champions League den Gruppendritten FC Valencia empfängt, geht es bereits um nichts weniger als einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale. Beide Vereine sind wechselhaft in die Königsklasse gestartet. Leverkusen musste sich gleich am ersten Spieltag mit dem klaren Favoriten Chelsea messen und zahlte eine Menge Lehrgeld.

Der ehemalige Klub des Neuzugangs Michael Ballack war Bayer in allen Belangen überlegen und zeigte der international noch unerfahrenen Mannschaft deutlich ihre Grenzen auf. Mit dem Endergebnis von 2:0 für den englischen Topverein war das Team von Trainer Robin Dutt noch sehr gut bedient. Mit dem Rücken zur Wand konnte die Werkself ihrer Favoritenrolle gegen den KRC Genk dann allerdings gerecht werden und einen ungefährdeten 2:0 Sieg einfahren.

So wie Bayer hatte auch der spanische Kontrahent Startschwierigkeiten. Gegen Außenseiter Genk blieb das Team über weite Strecken blass und kam über ein niveauarmes 0:0 nicht hinaus. Das zweite Unentschieden gegen Chelsea allerdings erhielt den Glauben an das Achtelfinale bei den Spaniern aufrecht. Ein Elfmeter rettete Valencia kurz vor Schluss den wichtigen Punkt.

Glaubt man den Einschätzungen der aktuellen Sportwetten, geht Bayer Leverkusen als Favorit in die wichtige Partie. Für einen Sieg der Werkself in der heimischen BayArena liegt die Quote bei 2,30. Ein Auswärtserfolg des FC Valencia gilt dagegen als unwahrscheinlicher, was sich in der höheren Quote von 3,20 zeigt. Die geringste Wahrscheinlichkeit sehen die Buchmacher hingegen für ein Unentschieden. Die Quote hierfür liegt bei 3,40 und damit am höchsten. Die deutschen Fans hätten sicher nichts dagegen, wenn die Wettanbieter Recht behalten.

Die Fans und Spieler von Fortuna Düsseldorf fiebern der Begegnung mit dem FC St. Pauli am kommenden Montag entgegen. Fortuna-Stürmer Thomas Bröker sprach sogar vom „geilsten Auswärtsspiel des Jahres“. Tatsächlich haben Spiele gegen die Kiez-Kicker immer ihren besonderen Reiz, das  Stadion am Millerntor bietet eine einzigartige Atmosphäre, die man ansonsten in der 2. Liga vergeblich sucht. Aus rein sportlicher Sicht bietet die Partie einige Brisanz, schließlich liegen beide Mannschaften nach zehn Spieltagen in der Spitzengruppe der Tabelle und können sich berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Ein Sieg gegen einen unmittelbaren Konkurrenten käme da gerade recht, um die eigenen Ambitionen mit Punkten zu untermauern.

Fortuna Düsseldorf liegt zur Zeit mit 22 Punkten auf dem dritten Platz und kann sich nur dank des besseren Torverhältnisses vor St. Pauli positionieren. Die Fortunen können ein makellose Serie von zehn Ligaspielen ohne Niederlage vorweisen, bislang stehen sechs Siege und vier Unentschieden für die Mannen von Norbert Mayer zu Buche. Zu Hause konnte das  Team alle Spiele gewinnen, auswärts wurden teils leichtfertig bessere Ergebnisse verschenkt. Die Auswärtsschwäche könnte die Düsseldorfer auch am Montag zwei oder gar drei Punkte kosten , St. Pauli kann  eine Heimbilanz von  vier Siegen aus fünf Partien vorweisen und gilt daher als Favorit im Top Spiel. Die Hamburger spielen zu Hause regelmäßig ganz stark auf, patzten aber zuletzt völlig überraschend gegen Erzgebirge Aue mit 2:3. Der folgende 4:1-Auswärtserfolg bei Energie Cottbus hat die Pleite aber schnell vergessen lassen. Mit einem weiteren Sieg gegen Düsseldorf könnte Pauli sogar zum Tabellenführer Eintracht Frankfurt aufschließen.

Düsseldorf weiß um seine schwere Aufgabe, Kapitän Andreas Lambertz forderte von seiner Mannschaft volle Konzentration ab der ersten Minute. Der Spielführer erinnerte zugleich an den schwachen Auftritt gegen Eintracht Braunschweig, als die Fortuna erst durch einen spätes Elfmetertor den Ausgleich erzielen konnte. Düsseldorf kann am Montag in Bestbesetzung antreten,  Mittelfeldspieler Adam Bodzek wird nach seiner Gelbsperre ins Team zurückkehren. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter der Fitness von Stürmer Robbie Kruse, dem die Länderspielreise nach Sydney noch in den Knochen stecken dürfte.

Am 2. Spieltag der UEFA Europa League muss sich Hannover 96 am Donnerstag mit Vorskla Poltava auseinandersetzen. Der ukrainische Erstligist mit dem schwierigen Namen ist der große Unbekannte in der Gruppe B. Das Team von Trainer Mykola Pawlow verfügt über keinerlei internationale Erfahrung und gehört selbst in der heimischen Premyer Liga nicht zu den Spitzenteams. Aktuell liegt Poltava nach elf Spieltagen mit zehn Punkten auf dem sechsten Platz. Vom Tabellenführer Shaktar Donetsk trennen Poltava bereits zehn Punkte. Am ersten Spieltag der Euro-League unterlagen die Ukrainer dem dänischen Vertreter vom FC Kopenhagen mit 0:1. Das Team konnte sich kaum Torchancen erspielen und lediglich in der Defensive überzeugen.

Hannover ist der klare Favorit bei den Oddset Wetten, die Niedersachsen müssen sich aber auf einen kampfstarken Gegner gefasst machen, der  vor heimischem Publikum um jeden Ball fighten wird. Eine ebenso unangenehme wie lösbare Aufgabe für die 96-er, die einen sehr guten Start in die Bundesliga-Saison erwischten und erst vor zwei Wochen Borussia Dortmund bezwingen konnten. Im Moment ist das Team schon wieder auf Euro-League-Kurs, der sechste Platz in der Liga wurde zur erneuten Qualifikation für den europäischen Wettbewerb genügen. Lediglich die mangelnde Leistungskonstanz könnte der Elf von Mirko Slomka einen Strich durch die Rechnung machen, knapp eine Woche nach dem Sieg über dem amtierenden Meister, reichte es gegen Aufsteiger Augsburg nur zu einem torlosen Unentschieden.

Die Rückkehr von Mohammed Abdellaoue kommt da gerade recht, der Stürmer hatte einige Tage wegen einer Muskelverhärtung pausiert, wird aber am Donnerstag gegen Poltava wieder auflaufen können. Hannover 96 steht gegen die Ukrainer vor einer Pflichtaufgabe. Das Remis zum Euro-League-Auftatakt gegen Standard Lüttich war zu wenig, gegen Poltava müssen drei Punkte her, wenn die Niedersachsen ihre Gruppe gewinnen möchten.